EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation St. Wendel von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation St. Wendel Bahnstation St. Wendel Bau und Streckeneröffnung Am 26. Mai 1860 eröffnete die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft (RNE) das Teilstück der Nahetalbahn zwischen Oberstein (heute Idar-Oberstein) und Neunkirchen (Saar). Die 141,8 Kilometer lange Gesamtstrecke ging am 26. Mai 1860 in Betrieb.   Das Empfangsgebäude St. Wendel Das 1860 eröffnete zweistöckige Stationsgebäude aus Klinker hatte einen giebelständigen und einen traufenständigen Gebäudeteil. Er wurde später mehrfach an beiden Seiten erweitert. Im Erdgeschoss gab es Wartesäle sowie Fahrkarten- und Gepäckschalter. Später kam eine Bahnhofsgaststätte hinzu. Im Obergeschoss gab es Wohnungen für die Bahnbediensteten. Der Hausbahnsteig war nur teilweise überdacht.  Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten •	1907 eröffnete das Bahnbetriebswerk im Bahnhof. •	Am 3. August 1915 eröffnete die eingleisige Nebenbahn nach Tholey den Betrieb. Dafür wurden die Gleisanlagen erweitert und ein Mittelbahnsteig mit Personentunnel angelegt. •	Das Stationsgebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört   Das zweite Empfangsgebäude 1952 begann der Wiederaufbau. 1956 entstand zunächst eine neue Omnibuswartehalle nach Plänen der Bauabteilung der Bahnhofsdirektion Saarbrücken. Das zweistöckige, auf ovalem Grundriss gebauter Pavillon konnte im verglasten Obergeschoss vom Bahnsteig aus erreicht werden. Hier gelangten die Reisenden in einen Wartesaal mit Ausschank. Im Untergeschoss gab es eine Gepäckaufgabe.  Zwischen 1966 und 1970 baute die Deutsche Bundesbahn das heutige Gebäude im Stil der 1950/60 er Jahre in mehreren Segmenten neu auf. Das entsprechende Segment des Vorgängerbahnhofs wurde abgerissen. 1970 integrierte die Bahn den Pavillon in das Empfangsgebäude. Im Obergeschoss wurde eine Bahnhofsgaststätte und ein Kiosk errichtet. Im Untergeschoss baute die Bahn eine Toilettenanlage.  Weitere Streckeneröffnungen und Ausbauten •	Am 1. Februar 1981 schloss das Bahnbetriebswerk. •	Am 23. September 1983 wurde der Personenverkehr nach Tholey und 1987 der Güterverkehr eingestellt. •	2010 wurde die leerstehende Omnibuswartehalle zu einem Servicecenter der Deutsche Bahn AG und der Saar-Pfalz-Bus GmbH umgebaut.  Was hat sich verändert, was ist geblieben Das lang gezogene Empfangsgebäude stammt zwar aus den 1950/60 er Jahren, ist aber im linken Teil verändert worden. Die gläserne Empfangshalle, mit typischer Bahnhofsuhr, ist der Kern des Gebäudes, wobei die Überdachung des Eingangs verändert wurde. Der linke Gebäudeteil dürfte dem Zustand von 1966 entsprechen. Die Fassade des rechten Gebäudeteils entspricht nicht der Bauweise jener Zeit. Er wurde verändert.  Der Pavillon von 1970 gibt dem Bahnhof allerdings den Flair der 1950/60 er Jahre. Deshalb wurde er 2013 unter Denkmalschutz gestellt. Planung und Konzession
Die Eisenbahn “kam” am 26. Mai 1860 nach St. Wendel. Also 25 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. St. Wendel hatte zu diesem Zeitpunkt ca. 9.000 Einwohner (Ende 2018 waren es 25.809 Einwohner).
Nahetalbahn Bingen (Rhein) Hbf Saarbrücken Hbf
Bilder St. Wendel
Bahnhof um 1900
Luftaufnahme
Bahnhof um 1920
Bahnhof um 1900 Bahnhof um 1920
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